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Dokumentation

Change-Prozess im Überblick: Standard-, Normal- und Notfall-Change

Welche Arten von Changes es gibt, wie Risikobewertung und Freigabewege zusammenspielen, was eine vorab genehmigte Standard-Change-Vorlage ist und welche Anleitung zu welcher Aufgabe passt.

5 min Lesezeit · Oktober 2026

Ein Change ist eine geplante Änderung an Systemen oder Diensten, etwa ein Update, eine neue Firewall-Regel oder ein Neustart. Nicht jede Änderung braucht denselben Aufwand: Ein bewährter, immer gleicher Ablauf muss nicht jedes Mal neu geprüft werden, eine riskante Änderung dagegen schon. knooing bildet das mit drei Arten von Changes, einer Risikobewertung und frei einstellbaren Freigabewegen ab.

Die drei Arten von Changes

Beim Anlegen eines Changes wählen Sie die Art der Änderung. Sie bestimmt den Freigabeweg.

  • Standard-Change (vorab genehmigte Vorlage): ein wiederkehrender, gut verstandener Change mit geringem Risiko. Ohne eigene Einstellung gilt eine Freigabestufe. Stammt der Change aus einer genehmigten Vorlage, braucht er gar keine Einzelfreigabe.
  • Normal-Change (Peer-Review + CAB): die übliche Änderung. Ohne eigene Einstellung folgen eine Peer-Review-Freigabe und die CAB-Freigabe (Change Advisory Board, das Gremium, das Changes bewertet).
  • Notfall-Change (ECAB): eine dringende Änderung. Die Umsetzung darf vor der Freigabe erfolgen. Die Notfall-CAB-Freigabe (ECAB) und eine Begründung sind Pflicht, bevor der Vorgang geschlossen wird.

Warum drei Wege? Wer jeden Change gleich streng prüft, verschwendet Zeit bei Routine und hat keinen Spielraum für Notfälle. Wer alles durchwinkt, verliert die Kontrolle. Die Unterscheidung nach Art und Risiko ist gute Praxis nach ITIL und wird bei Audits wie ISO 27001 regelmäßig erwartet.

Risikobewertung

Am Change bewerten Sie Wahrscheinlichkeit und Auswirkung je auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch). Das Produkt ist der Risikowert von 1 bis 25. Ihr Mandant legt fest, ab welchem Wert ein Change als Mittel, Hoch oder Kritisch gilt. Ohne eigene Einstellung sind es Niedrig: 1 - 4, Mittel: 5 - 9, Hoch: 10 - 15 und Kritisch: 16 - 25.

Freigabewege je Mandant

Für jede Art und jede Risikostufe lässt sich ein eigener Weg festlegen: wie viele Stufen es gibt, in welcher Reihenfolge sie laufen und wer sie entscheidet (eine Rolle, ein Team oder jede Person mit Freigaberecht). So kann ein Normal-Change mit hohem Risiko zusätzlich eine Management-Freigabe brauchen, ein Change mit niedrigem Risiko nicht. Ohne eigene Einstellung gilt der Ablauf, der oben je Art genannt ist.

Ein Change behält den Weg, der bei seinem ersten Freigabeantrag galt. Spätere Änderungen der Einstellung betreffen nur neue Changes.

Vorab genehmigte Standard-Change-Vorlagen

Eine Vorlage beschreibt einen wiederkehrenden Change mit Umsetzungsschritten, Rückfallplan, Risikoeinstufung, Version und Gültigkeit. Sie wird einmal von CAB-Mitgliedern genehmigt. Jeder Change, der aus der genehmigten Vorlage entsteht, ist damit vorab genehmigt. Ändert sich die Vorlage, ist eine neue Version mit neuer Genehmigung nötig.

Wer macht was?

Einrichten (selten, durch die Administration): Risikostufen und Freigabewege. Pflegen (durch Servicedesk-Bearbeiter): Vorlagen anlegen und einreichen. Entscheiden (CAB-Mitglieder): Vorlagen genehmigen. Täglich arbeiten: Changes anlegen, bewerten und zur Freigabe bringen.

Welche Anleitung passt zu welcher Aufgabe?

Alles zu dieser Anforderung finden Sie auch über die Suche: A1-21.