Documentation
Understand the configuration data model: classes, fields, relation types
What the configuration data model defines, where to view and change it, and how classes, fields, required data and relation types work together.
6 min read · Oktober 2026
Das Datenmodell bestimmt, welche Arten von Technik Sie in der Konfigurationsverwaltung führen, welche Angaben zu jeder Art gehören und wie die Objekte zusammenhängen. Sie ändern es ohne Programmierung, direkt in den Einstellungen. Regeln, die Sie dort festlegen, gelten sofort beim Erfassen.
Rechte
Das Datenmodell sehen alle mit Leserecht für die Konfigurationsverwaltung. Zum Ändern brauchen Sie das Recht CMDB-Administration.
Wo Sie das Datenmodell finden
Öffnen Sie Einstellungen, dann CMDB, dann Modell & Standorte. Die Seite hat fünf Reiter:
- Klassen und Felder: die Klassen mit ihren Stammfeldern, Feldern und Pflichtbeziehungen,
- Stammfelder: die Vorgabe der Stammfelder für alle Klassen,
- Beziehungsarten: wie Objekte zusammenhängen können,
- Standorte: der Standortbaum,
- Modelländerungen: der Verlauf aller Änderungen am Modell.
Klassen: die Arten von Technik
Eine Klasse beschreibt eine Art von Technik, zum Beispiel Server, Speichersystem oder Endgerät. Knooing liefert Standardklassen mit. Jede trägt ein Etikett mit ihrer Elementart nach ArchiMate 3.2 (The Open Group, Technologie-Ebene), etwa ArchiMate 3.2: Device / Node bei Server. Eigene Klassen ergänzen Sie selbst: ohne Vorlage (dann ist die Klasse leer und trägt nur die Stammfelder) oder abgeleitet von einer vorhandenen Klasse.
Anwendungen, Leistungen und Geschäftsprozesse sind keine Klassen des Datenmodells. Sie haben ihre eigene Verwaltung. Das Datenmodell beschreibt nur die Technik darunter.
Was jede Klasse mitbringt: die Stammfelder
Jedes Konfigurationselement hat dieselben Stammfelder, gleich welche Klasse es hat: Name, CI-Kennung, Beschreibung, Lebenszyklus, Umgebung, Standort, Verantwortlich, Organisationseinheit, Hersteller, Kritikalität, Schutzbedarf, Herstellersupport endet, Produktlebensende und Angaben geprüft am. Auch die Angaben zum Support- und Lebensende gehören dazu, sie sind keine Felder einer einzelnen Klasse.
Je Stammfeld legen Sie fest:
- eine eigene Beschriftung,
- ob es Pflicht ist,
- ob es Ausblenden soll,
- einen Standardwert, wo das Feld Werte zur Auswahl hat (Lebenszyklus, Umgebung, Kritikalität).
Der Name ist immer Pflicht, Lebenszyklus und Umgebung haben immer einen Wert, und Angaben geprüft am setzt das System. Pflicht und Ausblenden schließen sich aus.
Die Einstellung hat zwei Ebenen. Im Reiter Stammfelder legen Sie die Vorgabe für alle Klassen fest. Jede Klasse übernimmt sie, bis Sie in der Klasse ein Feld selbst überschreiben: Klasse vor Mandant vor Systemvorgabe, je Eigenschaft. So pflegen Sie eine Regel wie „Standort ist immer Pflicht“ einmal, statt sie in jeder Klasse zu wiederholen. Wie das geht, steht in Stammfelder für alle Klassen festlegen.
Warum? Was jedes Objekt verbindlich tragen muss, soll nicht von der Klasse abhängen. Eine zentrale Vorgabe hält die Daten einheitlich, und Ausnahmen bleiben je Klasse sichtbar.
Eigene Felder für alle Klassen
Brauchen alle Klassen dieselbe zusätzliche Angabe, die kein Stammfeld ist, legen Sie ein eigenes Feld für alle Klassen an: im Reiter Stammfelder im Abschnitt Eigene Felder für alle Klassen. Es erscheint beim Erfassen und in der Detailansicht jeder Klasse. In der Klassenkarte ist es als gilt für alle Klassen gesperrt. Löschen lässt es sich nur, wenn es an allen Objekten leer ist. Die Schritte stehen in Stammfelder für alle Klassen festlegen.
Felder: was zu einer Klasse zusätzlich gehört
Zusätzlich kann jede Klasse eigene Felder haben, bei Server zum Beispiel Rechnername (FQDN), Bauart und Seriennummer. Je Feld der Klasse legen Sie fest:
- den Datentyp: Text, Langtext, Ganzzahl, Dezimalzahl, Datum, Datum und Uhrzeit, Ja/Nein, Auswahl, Mehrfachauswahl, Link (URL), IP-Adresse, Geldbetrag sowie Verweise auf Person, Abteilung, Lieferbeziehung, Standort, CI, Anwendung und Service,
- ob das Feld Pflicht ist, auch nur unter einer Bedingung, etwa „Seriennummer ist Pflicht, wenn Bauart = physisch“,
- das Schreibrecht: von Hand, nur Quellsystem (etwa für Werte, die ein Inventarwerkzeug liefert) oder Quelle, überschreibbar,
- wann das Feld sichtbar ist.
Pflicht und Sichtbarkeit unter einer Bedingung stellen Sie im Bedingungseditor ein (Knopf Bedingungen am Feld). Bei festen Wertebereichen (Lebenszyklus, Umgebung, Kritikalität, Ja/Nein-Felder, Auswahlfelder, Stammdatenlisten) wählen Sie den Vergleichswert aus einer Liste statt ihn einzutippen. Ein gespeicherter Wert, der in der Liste nicht mehr vorkommt, bleibt mit dem Zusatz (veraltet) erhalten. Mehrere Bedingungen verbinden Sie mit UND (alle Bedingungen müssen zutreffen) oder ODER (mindestens eine muss zutreffen), einzelne lassen sich mit NICHT umkehren.
Warum so genau? Was ein Objekt verbindlich tragen muss, entscheidet sich am Anfang, beim Erfassen. Was dort fehlt, fehlt später in jeder Auswertung, in der Ausfallbewertung und bei jeder Prüfung.
Pflichtbeziehungen: was an einem Objekt hängen muss
Eine Pflichtbeziehung legt fest, was an einem Objekt der Klasse hängen muss, damit es eingeordnet ist. Fehlt sie, entsteht ein Klärfall. Speichern lässt sich das Objekt trotzdem, denn ein neu erfasstes Objekt kann noch keine Beziehung haben.
Beziehungsarten: wie Objekte zusammenhängen
Eine Beziehungsart benennt eine Verbindung in beide Leserichtungen, zum Beispiel läuft auf und betreibt. Sie legt fest, welche Klassen am Anfang und am Ziel stehen dürfen und ob ein Ausfall des Ziels den Ausgangspunkt mitbetrifft. Diese Wirkung übernimmt jede Beziehung beim Anlegen von ihrer Art. Sieben Arten sind mitgeliefert, eigene ergänzen Sie selbst.
Änderungen nachvollziehen
Jede Änderung am Modell landet im Reiter Modelländerungen, mit Zeitpunkt, Person, Art der Änderung und dem betroffenen Objekt im Klartext, dazu der Zahl der betroffenen Objekte. Mit dem Pfeil am Zeilenanfang klappen Sie die Einzelheiten mit Vorher und Nachher auf. Auch eine Änderung der Vorgabe für alle Klassen steht dort, als Stammfelder für alle Klassen geändert, und ein eigenes Feld für alle Klassen als Feld für alle Klassen mit Gilt in … Klassen. Der Verlauf lässt sich nicht bearbeiten.