Anleitung
Stammfelder für alle Klassen festlegen: Pflicht, Ausblenden, Beschriftung und Standardwert zentral vorgeben
So legen Sie einmal fest, welche Stammfelder jedes Konfigurationselement tragen muss, wie sie heißen und womit sie vorbelegt sind, ergänzen eigene Felder für alle Klassen und lassen einzelne Klassen abweichen.
5 min Lesezeit · Oktober 2026
Jedes Konfigurationselement trägt dieselben Stammfelder, gleich welche Klasse es hat (siehe Datenmodell verstehen). Statt in jeder Klasse einzeln festzulegen, dass zum Beispiel der Standort Pflicht ist, geben Sie das einmal für alle Klassen vor. Eine Klasse folgt dieser Vorgabe, bis sie ein Feld ausdrücklich selbst anders einstellt.
Das brauchen Sie
Die Vorgabe ändern darf nur, wer das Datenmodell verwalten darf (Recht CMDB-Administration). Alle anderen mit Leserecht sehen sie, die Schalter sind für sie gesperrt.
Schritt 1: Die Vorgabe öffnen
Öffnen Sie Einstellungen, dann CMDB, dann Modell & Standorte und wählen Sie den Reiter Stammfelder. Die Überschrift lautet Stammfelder für alle Klassen. Darunter steht die Tabelle mit den Spalten Feld, Beschriftung, Pflicht, Ausblenden und Standardwert, eine Zeile je Stammfeld: Name, CI-Kennung, Beschreibung, Lebenszyklus, Umgebung, Standort, Verantwortlich, Organisationseinheit, Hersteller, Kritikalität, Schutzbedarf, Herstellersupport endet, Produktlebensende und Angaben geprüft am.
Warum zentral? Wer eine Regel an einer Stelle pflegt, vergisst keine Klasse, und neue Klassen übernehmen sie von Anfang an.
Schritt 2: Felder einstellen
Je Zeile können Sie, soweit das Feld es zulässt:
- eine eigene Beschriftung eintragen. Leer bleibt die Standardbezeichnung,
- den Schalter in der Spalte Pflicht einschalten,
- den Schalter in der Spalte Ausblenden einschalten, dann fragt die Erfassung dieses Feld nicht ab,
- einen Standardwert wählen. Das geht bei Lebenszyklus, Umgebung und Kritikalität, sonst steht dort -.
Pflicht und Ausblenden schließen sich aus: Ein Pflichtfeld lässt sich nicht ausblenden, und ein ausgeblendetes nicht zur Pflicht machen.
Was sich nicht einstellen lässt:
- Name: immer Pflicht, nie ausblendbar.
- Lebenszyklus: immer gesetzt (er startet mit „geplant“), nicht ausblendbar. Sie können den Standardwert ändern.
- Umgebung: immer gesetzt (sie startet mit „unbekannt“). Sie können den Standardwert ändern.
- Angaben geprüft am: setzt das System bei jeder Änderung und jeder Lieferung, nie Pflicht.
Beispiel: Bei Beispiel GmbH soll jedes Objekt einen Standort haben, und neue Objekte sollen mit der Kritikalität mittel starten. Schalten Sie bei Standort den Schalter in Pflicht ein und wählen Sie bei Kritikalität unter Standardwert den Eintrag mittel.
Warum? Pflichtfelder sichern ab, dass jede Auswertung auf vollständigen Daten beruht. Ein Standardwert spart Eingaben und vermeidet, dass die Einstufung vergessen wird.
Schritt 3: Speichern und die Meldung lesen
Unter der Tabelle erscheinen Abbrechen und Stammfelder für alle Klassen speichern, sobald Sie etwas geändert haben. Klicken Sie auf Stammfelder für alle Klassen speichern.
Entsteht durch Ihre Änderung eine neue Pflicht, nennt die Meldung die Wirkung, zum Beispiel: Die neue Pflicht gilt für 3 Klasse(n): Server, Endgerät, Lastverteiler. Gibt es vorhandene Objekte, denen der Wert fehlt, steht dabei auch deren Zahl. Diese Objekte werden nicht abgewiesen: Beim nächsten Prüflauf entsteht je Objekt ein Klärfall, den Sie nachbearbeiten. Klassen, die das Feld selbst überschreiben, bleiben unverändert.
Warum keine Abweisung? Bestehende Daten sollen nicht plötzlich ungültig sein. Die Klärfälle zeigen Ihnen aber Objekt für Objekt, was nachzutragen ist.
Schritt 4: Eine Klasse abweichen lassen oder zurücksetzen
Klappen Sie im Reiter Klassen und Felder eine Klasse auf. Im Abschnitt Stammfelder (jedes Konfigurationselement) zeigt die Spalte Herkunft je Zeile:
- Vom Mandanten geerbt: Die Klasse folgt der Vorgabe für alle Klassen.
- In dieser Klasse festgelegt: Die Klasse hat dieses Feld selbst eingestellt.
Die Reihenfolge ist: erst die Klasse, dann die Vorgabe für alle Klassen, dann die Systemvorgabe. Das gilt je Eigenschaft. Ändern Sie in einer Klasse nur die Beschriftung, legen Sie weder Pflicht noch Ausblenden fest, und beides folgt weiter der zentralen Vorgabe.
Um in einer Klasse abzuweichen, ändern Sie die Zeile und klicken auf Stammfelder speichern. Beispiel: Die Klasse Lastverteiler soll Standort ausblenden, obwohl es für alle Pflicht ist. Schalten Sie dort erst die Pflicht aus, dann Ausblenden ein. Um die Abweichung zu verwerfen, klicken Sie bei der Zeile auf Auf Vorgabe zurücksetzen und speichern.
Warum? Es gibt Ausnahmen, die sich nicht für alle Klassen sinnvoll vorgeben lassen. Die Spalte Herkunft macht sie sichtbar, damit sie nicht untergehen.
Schritt 5: Eigene Felder für alle Klassen anlegen
Die Stammfelder sind eine feste Liste: Sie lassen sich ausblenden, aber nicht löschen oder ergänzen. Brauchen Sie eine Angabe, die jedes Konfigurationselement tragen soll, die aber kein Stammfeld ist (etwa eine Kostenstelle oder einen Vertragsbezug als Text), legen Sie ein eigenes Feld für alle Klassen an. Sie finden es im selben Reiter Stammfelder unter der Tabelle, im Abschnitt Eigene Felder für alle Klassen. Der Abschnitt erklärt: Diese Felder hängen an jedem Konfigurationselement, gleich welcher Klasse. Sie legen sie einmal an, und sie erscheinen beim Erfassen und in der Detailansicht jeder Klasse. Solange noch keines existiert, steht dort Noch keine eigenen Felder für alle Klassen.
- Klicken Sie auf Feld hinzufügen. Es öffnet sich ein Formular.
- Tragen Sie die Beschriftung und den Schlüssel ein und wählen Sie den Datentyp. Bei einer Auswahl tragen Sie die Auswahlwerte ein.
- Schalten Sie bei Bedarf Pflicht ein. Soll die Pflicht nur unter einer Bedingung gelten, wählen Sie bei nur wenn Feld … (optional) ein Feld und bei … diesen Wert hat den Wert. Sonst bleibt es bei immer Pflicht.
- Klicken Sie auf Feld hinzufügen.
Das Feld steht danach in der Tabelle mit Feld, Datentyp und Pflicht. Das System legt in jeder vorhandenen Klasse eine Kopie an, auch neue Klassen bekommen es automatisch, mit und ohne Vorlage. In der Klassenkarte trägt es den Zusatz gilt für alle Klassen und die Notiz Änderung unter Stammfelder: Dort ist es gesperrt, Änderungen machen Sie nur hier.
Beispiel: Bei Beispiel GmbH soll jedes Objekt eine Kostenstelle tragen. Legen Sie das Feld einmal an, statt es in Server, Endgerät und Lastverteiler getrennt zu pflegen.
Ändern, Pflicht umschalten und Löschen:
- Mit dem Stift-Symbol (Feld „Kostenstelle“ bearbeiten) ändern Sie Beschriftung, Erklärung und Auswahlwerte, wie in Feld nachträglich ändern beschrieben. Der Schalter in der Spalte Pflicht wirkt sofort.
- Mit dem Papierkorb (Feld „Kostenstelle“ löschen) entfernen Sie das Feld aus allen Klassen. Die App fragt vorher nach: Das Feld „Kostenstelle“ wird in allen Klassen entfernt. Es muss vorher an allen Objekten leer sein, sonst lehnt das System das Löschen ab.
- Die Bedingung für eine Pflicht ändern Sie im Bedingungseditor. Dort wählen Sie den Vergleichswert bei festen Wertebereichen aus einer Liste (Wert wählen), statt ihn einzutippen: bei Lebenszyklus, Umgebung, Kritikalität, Ja/Nein-Feldern, Auswahlfeldern und Stammdatenlisten. Tippfehler sind dadurch ausgeschlossen. Ein gespeicherter Wert, der in der Liste nicht mehr vorkommt, bleibt mit dem Zusatz (veraltet) erhalten. Mehrere Bedingungen verbinden Sie mit UND (alle Bedingungen müssen zutreffen) oder ODER (mindestens eine muss zutreffen), einzelne lassen sich mit NICHT umkehren.
Warum eine Kopie je Klasse? So erscheint das Feld beim Erfassen und in der Detailansicht jeder Klasse, ohne dass Sie Klasse für Klasse pflegen müssen. Die Sperre in der Klassenkarte verhindert, dass dasselbe Feld in zwei Klassen auseinanderläuft. Warum nur leer löschen? Sonst bliebe ein Wert liegen, ohne dass ihn jemand sieht.
Schritt 6: Die Änderung im Verlauf nachlesen
Öffnen Sie den Reiter Modelländerungen. Der Eintrag lautet Stammfelder für alle Klassen geändert, betroffen ist Stammfelder für alle Klassen, dazu steht, wie viele Objekte die Änderung betraf. Mit dem Pfeil am Zeilenanfang klappen Sie die Einzelheiten auf: Die Angabe Stammfelder zeigt Vorher und Nachher. Ein neues, geändertes oder gelöschtes eigenes Feld erscheint als Feld ergänzt, Feld geändert oder Feld gelöscht mit dem Zusatz Feld für alle Klassen, dazu Gilt in 3 Klassen und Betroffene Klassen: …. Mehr zum Verlauf steht in Feld nachträglich ändern und den Modellverlauf lesen.
Warum? Bei einer Prüfung lässt sich so nachweisen, wer wann welche Pflicht für alle Klassen eingeführt hat.
Wie die Vorgabe und die eigenen Felder beim Erfassen wirken, zeigt System nach den Klassenregeln erfassen und verbinden. Wie Sie eine neue Klasse mit eigenen Stammfeld-Einstellungen anlegen, steht in Eigene Klasse ohne Vorlage anlegen.
Wenn etwas nicht klappt
- Die Schalter sind gesperrt, es gibt keinen Speichern-Knopf. Zum Ändern brauchen Sie das Recht CMDB-Administration. Sonst erscheint der Hinweis Sie sehen das Modell, ändern kann es die Verwaltung.
- Die Stammfeld-Vorgabe pflegt die Verwaltung. Ihr Konto darf die Vorgabe nicht ändern. Bitten Sie die Verwaltung des Datenmodells.
- „Standort“ lässt sich nicht für alle Klassen zur Pflicht machen: Lastverteiler blendet es aus. Eine Klasse blendet das Feld aus und würde sich widersprechen. Blenden Sie es dort zuerst ein oder schalten Sie die Pflicht dort ausdrücklich aus (Schritt 4). Der Name der Klasse steht in der Meldung.
- Der Schlüssel „kostenstelle“ ist in der Klasse Server schon als eigenes Feld vergeben. Wählen Sie einen anderen Schlüssel oder benennen Sie das Klassenfeld dort zuerst um. Ein Klassenfeld trägt schon diesen Schlüssel. Die Meldung nennt die Klassen. Ebenso lehnt die App ab, wenn es das Feld für alle Klassen schon gibt (Es gibt schon ein Feld für alle Klassen mit dem Schlüssel …), und umgekehrt, wenn Sie in einer Klasse einen Schlüssel eines Feldes für alle Klassen wählen.
- Das Löschen wird abgelehnt: … Objekt(e) tragen zu „Kostenstelle“ noch einen Wert. Leeren Sie die Angabe dort zuerst. Leeren Sie das Feld an den genannten Objekten, dann löschen Sie es erneut.
- Die Pflicht greift in einer Klasse nicht. Die Klasse hat das Feld selbst überschrieben. Prüfen Sie die Spalte Herkunft und setzen Sie die Zeile mit Auf Vorgabe zurücksetzen zurück.