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Dubletten-Abgleich planen und Treffer entscheiden: Zeitplan, Probelauf, Zusammenführen, Rückgängig

So lassen Sie den Dublettenabgleich nach Zeitplan laufen oder von Hand starten, sehen vor jeder Zusammenführung, was sich ändern würde, entscheiden die Kandidaten und machen eine Zusammenführung bei Bedarf rückgängig.

10 min Lesezeit · Oktober 2026

Wenn die Regeln stehen (Dubletten-Regeln einrichten), muss der Abgleich laufen: entweder von selbst nach Zeitplan oder auf Knopfdruck. Der Abgleich legt Kandidaten an, und Regeln mit automatischem Zusammenführen führen Treffer sogar ohne Rückfrage zusammen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie den Lauf steuern, jeden Kandidaten vorab prüfen und eine Zusammenführung zurücknehmen.

Das brauchen Sie

Den Zeitplan und den Probelauf richtet die CMDB-Verwaltung ein (im Beispiel Julia Beispiel als Administratorin). Den Abgleich starten und Kandidaten entscheiden darf, wer die Konfigurationsverwaltung bearbeiten darf. Rückgängig ist der CMDB-Verwaltung vorbehalten. Wer nur lesen darf, sieht Kandidaten und die Vorschau, aber keine Entscheidungsknöpfe.

Die wichtigsten Begriffe

  • Kandidat: Ein Paar von Objekten, das eine Regel als mögliche Dublette meldet. Es wartet unter Klärfälle im Reiter Dubletten auf eine Entscheidung.
  • Bestehen bleibt: Das Objekt, das nach der Zusammenführung weiterlebt. Das andere wird stillgelegt, seine Beziehungen und Quellsätze hängen an das bleibende Objekt um.
  • Probelauf: Derselbe Abgleich wie der echte, aber ohne etwas zu speichern oder zusammenzuführen.

Schritt 1: Den Zeitplan einrichten

Öffnen Sie Einstellungen, CMDB, Dubletten-Regeln. Der erste Abschnitt heißt Zeitplan. Ab Werk ist er ausgeschaltet: „Der Abgleich läuft nur auf Knopfdruck.“

  1. Schalten Sie Zeitplan aktiv ein. Darunter steht dann „Der Abgleich läuft automatisch.“
  2. Wählen Sie den Rhythmus: Täglich oder Wöchentlich. Bei Wöchentlich erscheint Wochentag.
  3. Wählen Sie die Uhrzeit (zum Beispiel 02:00 Uhr) und die Zeitzone.
  4. Klicken Sie im Block Probelauf auf Probelauf starten. Der Probelauf speichert nichts und führt nichts zusammen. Danach steht dort „Letzter Probelauf: …“ und „Ergebnis: … neue und … bekannte Kandidaten, … Zusammenführungen wären automatisch erfolgt.“ Der Probelauf darf höchstens sieben Tage zurückliegen, sonst lässt sich der Zeitplan nicht einschalten.
  5. Gibt es aktive Regeln, die automatisch zusammenführen, erscheint ein bernsteinfarbener Hinweis mit der Zahl der Regeln und der Zahl der Zusammenführungen laut Probelauf. Setzen Sie das Häkchen bei Ich bestätige, dass der Zeitplan automatisch zusammenführen darf.
  6. Klicken Sie auf Zeitplan speichern. knooing meldet „Der Zeitplan wurde gespeichert.“

Danach zeigt der Abschnitt Nächster Lauf mit Datum und Uhrzeit und Letzter Lauf mit dem Ergebnis, zum Beispiel „… (nach Zeitplan): 3 neue und 1 bekannte Kandidaten, 0 automatisch zusammengeführt.“ Ein eingeschalteter Zeitplan legt Kandidaten zur Prüfung an und führt nur Treffer von Regeln zusammen, die automatisch zusammenführen und nicht auf Nur beobachten stehen.

Warum ein Probelauf zuerst? Ein Zeitplan arbeitet unbeaufsichtigt. Der Probelauf zeigt Ihnen vorher, was in der Nacht passieren würde, und die Bestätigung verhindert, dass ein Zeitplan versehentlich zusammenführt.

Beispiel: Julia Beispiel wählt Täglich um 02:00 Uhr, Europe/Berlin. Der Probelauf nennt 4 neue Kandidaten und 0 Zusammenführungen. Sie speichert den Zeitplan.

Schritt 2: Den Abgleich von Hand starten

Den Abgleich starten Sie an zwei Stellen:

  • Unter Einstellungen, CMDB, Dubletten-Regeln in der Liste Match-Regeln mit Abgleich jetzt starten. Darunter erscheint je Regel eine Zeile wie „… Objekte, … Vergleiche, … neue Kandidaten, … aktualisiert, … automatisch zusammengeführt.“
  • Unter Konfigurationsverwaltung, Klärfälle, Reiter Dubletten im Kasten Abgleich mit Abgleich jetzt starten. Während des Laufs steht auf dem Knopf „Abgleich läuft ...“. Danach meldet knooing „Der Abgleich ist durchgelaufen: … neue und … bekannte Kandidaten, … automatisch zusammengeführt.“

Beachten Sie: Abgleich jetzt starten ist ein echter Lauf. Er legt Kandidaten an, und Regeln im Zustand Scharf führen dabei zusammen. Wollen Sie nur ansehen, was passieren würde, nutzen Sie den Probelauf oder die Vorschau der Treffer aus Dubletten-Regeln einrichten.

Im Kasten Abgleich des Reiters Dubletten steht außerdem Letzter Abgleich: mit Zeitpunkt, Herkunft (von Hand gestartet oder nach Zeitplan) und Zahlen. Darunter lesen Sie „Zeitplan aktiv, nächster Lauf: …“ oder „Kein Zeitplan eingerichtet“. Der Link Zeitplan einstellen führt zurück zu den Einstellungen.

Hat der Abgleich etwas ausgelassen, sagt knooing es ausdrücklich: unter Für diese Klassen wurde der Abgleich ausgelassen steht je Regel der Grund, und „… sehr große Gruppen wurden nicht verglichen.“ nennt Gruppen gleicher Objekte, die zu groß für den Vergleich waren.

Warum von Hand? Direkt nach einem Import oder nach dem Anlegen einer Regel wollen Sie nicht bis zur nächsten Nacht warten.

Schritt 3: Einen Kandidaten prüfen

Öffnen Sie Konfigurationsverwaltung, Klärfälle und den Reiter Dubletten. Darunter stehen die Reiter Kandidaten, Verlauf und Nur beobachten. Unter Kandidaten zeigt die Auswahl rechts Offen oder Alle. Jede Karte zeigt:

  • die beiden Objekte mit „↔“ dazwischen, die Regel, den Zustand (offen, zusammengeführt, abgelehnt) und Ähnlichkeit: … %,
  • die Quellen jedes Objekts,
  • eine Tabelle Feld der Regel mit den abweichenden Werten beider Objekte,
  • Alle Felder vergleichen, das beide Sätze nebeneinander legt.

Wählen Sie bei Bestehen bleibt: das Objekt, das weiterleben soll. Klicken Sie dann auf Vorschau der Zusammenführung. Der Dialog schreibt nichts („Diese Ansicht schreibt nichts“) und zeigt:

  • eine Zeile mit „… bleibt bestehen, … wird stillgelegt · … von … Attributen ändern sich“,
  • die Tabelle mit Attribut, Vorher, Nachher und Warum. Die Spalte Warum begründet, welcher Wert gewinnt, zum Beispiel „Die Regel „Reihenfolge der Quellen“ wählt den Wert von …“, „Nur ein Wert vorhanden, er wird übernommen“ oder „Handschutz: Eine manuelle Übersteuerung am bestehenden Objekt bleibt erhalten.“,
  • unter Beziehungen, wie viele Beziehungen der Dublette an das bleibende Objekt umgehängt werden und wie viele wegfallen, weil sie zwischen beiden Objekten lagen oder das bleibende Objekt sie schon hat,
  • unter Quellsätze und Befunde dasselbe für Quellsätze, Befunde und weitere Verknüpfungen, etwa Verknüpfte Vorgänge oder Verantwortliche,
  • unter Beim Rückgängigmachen, was ein Rückgängig wiederherstellen würde.

Tauschen Sie das bleibende Objekt, öffnen Sie die Vorschau erneut: Sie rechnet für die neue Wahl.

Geht die Zusammenführung nicht, steht statt der Tabelle „Zusammenführen ist nicht möglich: …“ mit dem Grund.

Warum die Vorschau? Eine Zusammenführung ändert Attribute und hängt Beziehungen um. Wer vorher sieht, welche Werte verschwinden, wählt das richtige bleibende Objekt und verliert keine Angabe unbemerkt.

Beispiel: „Erp Server 01“ und „Erp-Server 01“ stehen als Kandidaten. Julia Beispiel wählt „Erp-Server 01“ als Bestehen bleibt. Die Vorschau zeigt 2 von 14 Attributen als geändert und 5 Beziehungen, die umgehängt werden.

Schritt 4: Entscheiden

Unter der Wahl Bestehen bleibt: steht das Feld Begründung (Pflicht bei Ablehnung). Dann gibt es zwei Wege:

  • Zusammenführen: Es öffnet sich die Rückfrage Zusammenführen bestätigen. Sie nennt die Folgen, bevor etwas geschieht (siehe unten). Erst Zusammenführen bestätigen führt beide Objekte zusammen und meldet „Zusammengeführt.“ Die Begründung ist hier freiwillig.
  • Ablehnen: Die beiden Objekte sind keine Dubletten. Tragen Sie vorher eine Begründung ein (mindestens fünf Zeichen). knooing meldet „Abgelehnt.“ Die Begründung steht danach auf der Karte als „Begründung: …“.

Die Rückfrage vor dem Zusammenführen. Der Dialog Zusammenführen bestätigen erklärt: „Die Dublette wird stillgelegt, ihre Beziehungen, Quellsätze und Befunde gehen an das bestehende Objekt über.“ Darunter stehen zwei Zeilen, die er aus derselben Vorschau wie die Vorschau der Zusammenführung rechnet:

  • welches Objekt bleibt und welches stillgelegt wird: „„Erp-Server 01“ bleibt bestehen, „Erp Server 01“ wird stillgelegt.“,
  • was übernommen wird, mit richtiger Einzahl und Mehrzahl: „1 Attribut und 1 Beziehung werden übernommen.“ oder „2 Attribute und 5 Beziehungen werden übernommen.“ („1 Attribut“ beziehungsweise „n Attribute“, „1 Beziehung“ beziehungsweise „n Beziehungen“).

Dazu ein gelber Hinweis auf das Rückgängig: „Ein Rückgängig ist möglich, aber nur für die CMDB-Verwaltung und mit Begründung. Zusammenführen Sie deshalb nur, wenn die Objekte wirklich dasselbe sind.“ Solange die Zahlen noch berechnet werden („Vorschau wird berechnet …“) oder die Zusammenführung nicht möglich ist („Zusammenführen ist nicht möglich: …“ in Rot), ist Zusammenführen bestätigen grau. Mit Abbrechen schließen Sie den Dialog, ohne dass etwas passiert.

Warum die Rückfrage? Eine Zusammenführung legt ein Objekt still und hängt Beziehungen um. Zurücknehmen kann sie nur die CMDB-Verwaltung und nur mit Begründung. Ein Klick zu viel soll deshalb nicht genügen. Die Vorschau davor bleibt Ihr Moment, die Werte im Einzelnen zu prüfen.

Zwei Personen, die denselben Kandidaten gleichzeitig zusammenführen (oder der Abgleich und ein Mensch), lösen die Zusammenführung nur einmal aus: Die zweite Anfrage endet mit „Über diesen Kandidaten wurde bereits entschieden.“ oder „Dieses Konfigurationselement ist bereits stillgelegt oder zusammengeführt - keine erneute Zusammenführung.“ (HTTP 409).

Warum eine Begründung beim Ablehnen? Wer eine Dublette ablehnt, sagt: Diese beiden Objekte sind verschieden. Dieser Satz hilft der nächsten Person, die dasselbe Paar wieder vor sich hat.

Schritt 5: Eine Zusammenführung rückgängig machen

Wurde zu Unrecht zusammengeführt, öffnen Sie den Reiter Verlauf. Er heißt Zusammenführungsverlauf und listet jede Zusammenführung („… in … zusammengeführt am …“). Mit Details sehen Sie den Stand beider Sätze vor der Zusammenführung.

Wer die CMDB-Verwaltung innehat, klickt in der Zeile auf Rückgängig, schreibt bei Begründung für das Rückgängig mindestens fünf Zeichen und klickt auf Bestätigen. knooing meldet „Rückgängig gemacht.“, und die Zeile trägt das Abzeichen rückgängig gemacht. Das stillgelegte Objekt ist wiederhergestellt, umgehängte Beziehungen und Quellsätze kehren zurück. Die Vorschau hat das unter Beim Rückgängigmachen schon angekündigt. Änderungen, die Sie am bleibenden Objekt nach der Zusammenführung vorgenommen haben, gehen dabei auf den Stand vor der Zusammenführung zurück.

Warum nur die Verwaltung? Ein Rückgängig greift tiefer in den Bestand ein als eine normale Änderung und braucht deshalb das höhere Recht und eine Begründung.

Nächster Schritt

Nehmen Sie die Regeln auch für die Qualität in den Blick: Qualitätsregel vorab prüfen.

Wenn etwas nicht klappt

  • Zeitplan speichern ist grau. Es fehlt ein aktueller Probelauf („Es gibt noch keinen aktuellen Probelauf. Ohne ihn lässt sich der Zeitplan nicht einschalten.“), oder das Häkchen bei Ich bestätige, dass der Zeitplan automatisch zusammenführen darf. fehlt. Starten Sie einen Probelauf und setzen Sie das Häkchen.
  • „Vor dem Einschalten ist ein Probelauf nötig, der höchstens sieben Tage zurückliegt.“ Der letzte Probelauf ist älter. Starten Sie einen neuen.
  • „Den Zeitplan richtet die CMDB-Verwaltung ein.“ oder „Den Probelauf startet die CMDB-Verwaltung.“ Ihnen fehlt das Recht zur CMDB-Verwaltung. Ohne dieses Recht sind die Felder gesperrt.
  • „Der Zeitplan ließ sich nicht laden.“ Laden Sie die Seite neu.
  • „Der letzte Lauf ist fehlgeschlagen. Bitte wenden Sie sich an die Administration, wenn das erneut passiert.“ Starten Sie den Abgleich einmal von Hand. Scheitert auch das, melden Sie es der Administration.
  • „Den Abgleich startet, wer pflegen darf.“ Ihnen fehlt das Recht, die Konfigurationsverwaltung zu bearbeiten. In den Klärfällen ist der Knopf dann grau.
  • „Der Abgleich ist fehlgeschlagen.“ Versuchen Sie es erneut.
  • Keine Kandidaten in dieser Ansicht. Unter Kandidaten steht „Keine Kandidaten in dieser Ansicht.“ Prüfen Sie, ob die Auswahl auf Offen steht, ob eine aktive Regel existiert und ob der Abgleich gelaufen ist.
  • „Eine Ablehnung braucht eine Begründung.“ Das Feld war leer oder zu kurz. Schreiben Sie mindestens fünf Zeichen.
  • „Über diesen Kandidaten wurde bereits entschieden.“ Jemand war schneller, oder derselbe Kandidat wurde gleichzeitig zusammengeführt (Antwort 409). Laden Sie die Seite neu.
  • „Dieses Konfigurationselement ist bereits stillgelegt oder zusammengeführt - keine erneute Zusammenführung.“ Eines der beiden Objekte wurde inzwischen schon zusammengeführt. Laden Sie die Seite neu.
  • „Dieses Konfigurationselement ist bereits stillgelegt oder zusammengeführt - keine erneute Zusammenführung.“ Eines der beiden Objekte ist inzwischen stillgelegt oder in ein anderes Objekt zusammengeführt worden. Prüfen Sie beide Objekte.
  • „Für eines der beiden Objekte liegt ein Entsorgungsnachweis zur Prüfung vor. Entscheiden Sie ihn oder ziehen Sie ihn zurück, bevor Sie zusammenführen.“ Klären Sie zuerst den Nachweis, dann führen Sie zusammen.
  • „Ein Rückgängig braucht eine Begründung.“ Schreiben Sie mindestens fünf Zeichen. Bestätigen bleibt bis dahin grau.
  • „Das verbleibende Konfigurationselement ist inzwischen selbst stillgelegt oder zusammengeführt worden - ein Rückgängig ist nicht mehr möglich.“ und „Das damals archivierte Konfigurationselement wurde seither anders verändert - ein Rückgängig ist nicht mehr möglich.“ Die Zusammenführung lässt sich nicht mehr zurücknehmen, weil sich der Bestand seitdem verändert hat.
  • „Diese Zusammenführung wurde bereits zurückgenommen.“ Die Zeile trägt schon das Abzeichen rückgängig gemacht.
  • „Für diese ältere Zusammenführung ist kein vollständiger Vorzustand gespeichert.“ Unter Details gibt es bei älteren Zusammenführungen keinen Vergleich vor der Zusammenführung.