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Quellkonflikte klären: wenn zwei Quellen für dasselbe Attribut verschiedene Werte liefern
So schalten Sie die Regel Quellkonflikt ein, lesen im Klärfall die Vergleichstabelle der Quellwerte (auch für Stammfelder und Beziehungen) und entscheiden mit Begründung: Quellwert übernehmen oder beim Gewinner belassen.
7 min Lesezeit · Oktober 2026
Liefern zwei Quellen für dasselbe Attribut eines Systems verschiedene Werte, steht im System nur einer davon. Welcher, entscheidet die Rangfolge der Quellen. Bleibt diese Entscheidung offen, zum Beispiel bei Gleichstand, fällt das niemandem auf, bis jemand den falschen Wert verwendet. Der Quellkonflikt macht daraus einen Klärfall mit Zuständigen und Frist: Eine Person sieht beide Werte nebeneinander und entscheidet mit Begründung.
Das brauchen Sie
Zum Einschalten der Regel das Recht der CMDB-Verwaltung. Zum Entscheiden im Klärfall das Recht, die Konfigurationsverwaltung zu bearbeiten; wer nur lesen darf, sieht die Vergleichstabelle ohne Knöpfe. Außerdem mindestens zwei Quellen, die dasselbe System liefern. Wie Sie Quellen eintragen und ihre Rangfolge festlegen, steht in Quellen eintragen und Rangfolge einstellen.
Die wichtigsten Begriffe
- Quellkonflikt: Mehrere aktive Quellen liefern für dasselbe Attribut verschiedene Werte. Etwas anderes ist die Abweichung einer Quelle vom Bestand; diese Abweichung sehen Sie unter Datenflüsse.
- Gleichstand: Zwei Quellen haben dieselbe Vertrauensstufe und keine Regel entscheidet. knooing wählt dann automatisch nach der Kennung der Quelle. Genau diesen Fall meldet die Regel ab Werk.
- Aktive Quelle: eine Quelle, die das System zuletzt noch geliefert hat. Werte von Quellen, die das System nicht mehr melden, bleiben im Protokoll, erzeugen aber keinen Klärfall.
- Ein Fall je System: Alle betroffenen Attribute eines Systems stehen in einem Klärfall. Wie Sie die Herkunft eines einzelnen Wertes lesen, steht in Herkunft eines Wertes lesen.
Ab Werk ausgeschaltet
Die Regel Quellkonflikt ist nach dem Einrichten des Mandanten inaktiv. Solange sie nicht eingeschaltet ist, entsteht kein einziger Klärfall dieser Art. In den Kennzahlen steht dann bei Offene Quellkonflikte der Hinweis „Die Regel Quellkonflikt war aus, es gibt keine Aussage.“ Das ist keine Entwarnung, sondern eine fehlende Prüfung.
Schritt 1: Die Regel einschalten
Öffnen Sie in knooing Einstellungen, Bereich CMDB, Qualitätsregeln & Trend. Im Abschnitt Regeln steht in der Zeile Quellkonflikt der Zustand inaktiv. Klicken Sie in der Spalte Aktionen auf Aktivieren. Der Zustand wechselt auf aktiv.
Mit Vorschau in derselben Zeile sehen Sie vorher, was die Regel im aktuellen Bestand träfe, ohne einen Klärfall anzulegen. Die Regel hat den Schweregrad mittel und eine Frist (Tage) von 30; die Frist beginnt, wenn der Prüflauf den Fall eröffnet.
Wirkung nach dem Einschalten: Der Prüflauf eröffnet für jedes System mit offenem Konflikt einen Klärfall. Er läuft täglich im Hintergrund; sofort starten Sie ihn unter Konfigurationsverwaltung, Klärfälle im Kasten Prüflauf mit Jetzt prüfen. Ohne weitere Einstellung zählen nur Gleichstand und Fälle ohne gültigen Gewinner. Konflikte, die eine Regel oder die Vertrauensstufe sauber entscheidet, erscheinen nicht.
Warum? Ein Wert, über den zwei Quellen streiten, ist ein Qualitätsrisiko, das sich mit Zahlen allein nicht zeigt. Als Klärfall bekommt er eine zuständige Person und eine Frist.
Beispiel: Die Quellen Discovery Beispiel und Inventar Beispiel liefern beide Erp-Server 01. Die Erkennung meldet als Betriebssystem Windows Server 2022, das Inventar meldet Windows Server 2019. Beide haben dieselbe Vertrauensstufe. Julia Beispiel schaltet die Regel ein und startet den Prüflauf.
Schritt 2: Den Klärfall finden
Öffnen Sie Konfigurationsverwaltung, Klärfälle, Reiter Qualität. Wählen Sie im Filter Regel den Eintrag Quellkonflikt. Hinter dem Namen steht in Klammern die Zahl der Fälle. In der Spalte Befund steht zum Beispiel „1 Attribut(e) mit abweichenden Quellwerten: Betriebssystem“.
Klicken Sie links in der Zeile auf den Pfeil (Klärfall bearbeiten). Die Zeile klappt auf und zeigt die Vergleichstabelle.
Der Fall wird beim Eröffnen automatisch einer Person zugewiesen, und zwar in dieser Reihenfolge: Verantwortliche Person (Steward) des Attributs, Steward des Systems, Eigentümer des Systems, Verantwortliche Person der Klasse. Die Person bekommt eine Meldung in der Glocke, zum Beispiel „Klärfall zugewiesen: Quellkonflikt“. Hat die Person kein Benutzerkonto, erfährt sie nichts davon, und die CMDB-Verwaltung erhält einen Sammelhinweis. Wie Sie Fälle suchen, zuweisen und steuern, steht in Klärfälle bearbeiten und finden.
Warum? Ein Fall ohne Namen bleibt liegen. Die automatische Zuweisung nutzt, was Sie ohnehin an Zuständigkeiten gepflegt haben.
Schritt 3: Die Vergleichstabelle lesen
Die Tabelle hat die Spalten Attribut, Quelle, Wert, Eingang, Stand und Aktion. Je Attribut stehen die Werte aller aktiven Quellen untereinander, der Gewinner zuerst. Unter dem Namen des Attributs steht, wie entschieden wurde:
- Gleichstand: automatisch nach Quellkennung entschieden
- Ohne gültigen Gewinner: Es gibt keinen Gewinner, oder die Gewinnerquelle meldet das System nicht mehr. In der Spalte Stand steht dann bei allen Quellen offen.
- Durch Regel oder Vertrauen entschieden
In der Spalte Stand steht bei der gewinnenden Quelle Gewinner, bei den anderen weicht ab. Die Farbe verstärkt das nur, der Text trägt die Aussage. Eingang ist der Zeitpunkt, zu dem die Quelle den Wert gemeldet hat.
Warum? Wer entscheiden soll, braucht beide Werte, die Quellen und den Zeitpunkt in einem Blick. Der Zeitpunkt zeigt zum Beispiel, ob ein Wert veraltet ist.
Beispiel: In der Zeile Betriebssystem steht bei Discovery Beispiel der Wert Windows Server 2022 mit Gewinner und bei Inventar Beispiel der Wert Windows Server 2019 mit weicht ab.
Schritt 4: Einen Quellwert übernehmen
Gilt der Wert der abweichenden Quelle, klicken Sie in deren Zeile auf Quellwert übernehmen. Es öffnet sich Quellwert übernehmen: Betriebssystem. Der Dialog zeigt unter Neuer Wert aus Inventar Beispiel den Wert. Tragen Sie bei Begründung (Platzhalter „Warum gilt dieser Wert?“) mindestens zehn Zeichen ein und klicken Sie auf Speichern. Danach erscheint „Quellwert übernommen. Die Übersteuerung ist begründet und im Journal festgehalten.“
Der Wert gilt ab sofort am System. Die Übersteuerung ist unbefristet und steht mit Ihrer Begründung im Änderungsverlauf des Systems (siehe Änderungsverlauf eines Systems lesen). Der Fall selbst schließt, sobald der nächste Prüflauf kein Attribut mehr abweichend findet. Bis dahin steht in der aufgeklappten Zeile „Aktuell weicht kein Attribut mehr ab. Der nächste Prüflauf schließt diesen Fall.“ Klicken Sie im Kasten Prüflauf auf Jetzt prüfen, wenn Sie nicht warten möchten.
Bei Attributen, die nur die Quelle pflegt, ist Quellwert übernehmen grau, und es steht der Hinweis „Dieses Attribut pflegt nur die Quelle; eine Übersteuerung ist hier nicht möglich.“ Korrigieren Sie solche Werte bei der Quelle, siehe Korrektur an die Quelle zurückmelden.
Warum eine Begründung? Eine Übersteuerung ändert einen Wert, den eine Quelle liefert. Wer später fragt, warum der Wert so lautet, findet die Antwort im Verlauf, nicht in Ihrer Erinnerung.
Beispiel: Das Inventar wurde gestern abgeglichen, die Erkennung hat Erp-Server 01 nach dem Umbau noch nicht neu gescannt. Tobias Beispiel übernimmt den Wert Windows Server 2019 und schreibt: „Server wurde am Montag neu aufgesetzt, Erkennung noch nicht aktualisiert.“
Schritt 5: Beim Gewinner belassen
Gilt der Wert des Gewinners, klicken Sie in der Zeile des Gewinners auf Beim Gewinner belassen, begründen Sie (mindestens zehn Zeichen) und klicken Sie auf Speichern. Der Gewinnerwert bleibt unverändert, und das Attribut trägt die Markierung Beim Gewinner belassen.
- Sind damit alle Attribute des Falls entschieden, erscheint „Entscheidung festgehalten. Der Fall ist als bewusst entschieden geschlossen.“ Der Zustand ist Risiko akzeptiert.
- Sind noch Attribute offen, erscheint „Entscheidung festgehalten. Weitere Attribute dieses Falls sind noch offen.“ Der Fall steht dann in Arbeit.
Ändern sich die Quellwerte später, öffnet der Prüflauf den Fall erneut. Die Entscheidung gilt nur für den Befund, der damals vorlag. Mehr dazu in Klärfälle erledigen und erneut öffnen.
Warum? Manchmal ist der Gewinner richtig, und die andere Quelle ist schlicht veraltet. Mit der Begründung steht im Nachweis, dass jemand das bewusst entschieden hat, und der Fall taucht nicht jeden Tag wieder auf.
Wenn beide Quellen denselben Wert liefern
Sie müssen nichts tun. Sobald alle aktiven Quellen für ein Attribut denselben Wert melden, findet der Prüflauf den Konflikt nicht mehr und schließt den Fall von selbst. Er steht dann unter Zustand behoben mit „Beim Prüflauf nicht mehr auffällig.“
Dasselbe gilt, wenn eine Quelle das System nicht mehr liefert: Mit nur noch einer aktiven Quelle gibt es keinen Streit.
Schritt 6: Stammfelder und Beziehungen einbeziehen
Ohne weitere Einstellung gilt die Regel für die Attribute der Klasse. Die Stammfelder (Name, Beschreibung, Lebenszyklus, Umgebung, Kritikalität, Standort, Support- und Lebensende) und die Beziehungen nehmen Sie so dazu: Einstellungen, Bereich CMDB, Modell & Standorte, Reiter Stammfelder. Schalten Sie Stammfelder und Beziehungen unter Quellautorität stellen ein, setzen Sie den Haken bei „Ich habe die Wirkung gelesen: Lieferungen entscheiden Stammfelder danach nach Regel und Vertrauensstufe.“ und klicken Sie auf Speichern. Den Schalter dürfen nur Personen der CMDB-Verwaltung bedienen. Er ist ab Werk ausgeschaltet.
Wirkung: Liefern mehrere Quellen dasselbe Stammfeld, gewinnt die Quelle nach der Regel, die Sie unter Führende Quellen anlegen. Ohne Regel gewinnt die Quelle mit der höchsten Vertrauensstufe, bei Gleichstand die alphabetisch erste, und dann entsteht ein Klärfall, wenn die Regel Quellkonflikt eingeschaltet ist. Von Hand geänderte Stammfelder bleiben geschützt. Ausschalten können Sie den Schalter jederzeit wieder, ohne dass Daten verändert werden.
Danach zeigt die Vergleichstabelle auch Stammfelder, zum Beispiel Kritikalität oder Standort (bei Standorten mit dem Namen statt der Kennung). Unter der Tabelle steht, falls vorhanden, der Abschnitt Beziehungen mit widersprüchlichen Quellen. Dort meldet eine andere Quelle als die führende eine Beziehung abweichend, zum Beispiel „Inventar Beispiel meldet das Ende dieser Beziehung.“ Bei Beziehungen gibt es keine Knöpfe: Die Beziehung bleibt, wie sie ist. Klären Sie den Widerspruch bei der Quelle oder pflegen Sie die Beziehung am System von Hand. Quellen finden Sie unter Datenflüsse, Quellen und Lieferungen.
Warum? Gerade Stammfelder wie die Kritikalität steuern andere Auswertungen. Ein stiller Streit darüber wirkt sich überall aus.
Wenn etwas nicht klappt
- Die Regel Quellkonflikt ist nicht in der Liste oder nicht aktivierbar. Das Aktivieren sehen nur Personen der CMDB-Verwaltung. Sonst steht neben jeder Regel nur Vorschau.
- Es entsteht kein Klärfall, obwohl zwei Quellen verschieden melden. Drei Gründe sind möglich: Eine Regel oder die Vertrauensstufe entscheidet den Konflikt eindeutig (er zählt dann ab Werk nicht), jemand hat das Attribut von Hand übersteuert, oder die zweite Quelle meldet das System nicht mehr. Der Prüflauf läuft außerdem nur täglich oder mit Jetzt prüfen.
- Der Knopf Speichern im Dialog ist grau. Die Begründung hat weniger als zehn Zeichen. Schreiben Sie, warum dieser Wert gilt.
- „Zum Bearbeiten fehlt die Berechtigung.“ Ihnen fehlt das Recht, die Konfigurationsverwaltung zu bearbeiten. Ohne dieses Recht sehen Sie die Vergleichstabelle, aber keine Knöpfe.
- Eine andere Meldung im Dialog. Der Dialog zeigt die Meldung des Servers an. Lesen Sie sie, ändern Sie den Wert nötigenfalls am System selbst oder korrigieren Sie ihn bei der Quelle.
- „Die Quellwerte ließen sich nicht laden.“ Laden Sie die Seite neu.
- „Aktuell weicht kein Attribut mehr ab. Der nächste Prüflauf schließt diesen Fall.“ Das ist keine Störung. Der Fall bleibt bis zum nächsten Prüflauf offen. Klicken Sie auf Jetzt prüfen.
- Der Fall wurde geschlossen und kam wieder. Haben sich Quellwerte oder Gewinner geändert, seit Sie entschieden haben, öffnet der Prüflauf den Fall erneut.
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