Anleitung
Ausfall erfassen und Verfügbarkeit eines Service prüfen
So tragen Sie am Service einen Ausfall ein, solange er läuft, beenden ihn und lesen für einen gewählten Zeitraum, ob der Service sein Verfügbarkeitsziel erreicht hat.
6 min Lesezeit · Oktober 2026
Fällt ein Service aus, halten Sie den Ausfall am Service fest: wann er begann, wann er endete und warum. Aus diesen Ausfällen berechnet knooing die gemessene Verfügbarkeit, gezählt nur in der Betriebszeit des Service und ohne geplante Wartung. So sehen Sie für jeden Zeitraum, ob der Service sein Ziel erreicht hat.
In dieser Anleitung erfassen Sie einen Ausfall der Warenwirtschaft, solange er läuft, beenden ihn und lesen das Ergebnis für die letzten 30 Tage und für den laufenden Monat. Wie Ziel und Betriebszeit entstehen, steht in Verfügbarkeitsziel und Betriebszeit eines Service festlegen.
Das brauchen Sie
Zum Erfassen, Beenden, Ändern und Löschen von Ausfällen das Recht, Vorgänge im Servicedesk zu bearbeiten. Ohne dieses Recht sehen Sie die Ausfälle und das Ergebnis, aber Ausfall erfassen, Beenden und die Symbole zum Bearbeiten und Löschen fehlen. Zum Lesen reicht das Recht, den Servicedesk zu sehen. Ziel und Betriebszeit sollten am Service schon eingetragen sein.
Schritt 1: Den Ausfall erfassen
Öffnen Sie den Service wie in Verfügbarkeitsziel und Betriebszeit eines Service festlegen beschrieben, im Beispiel Warenwirtschaft, Reiter Betrieb. Scrollen Sie bis zum Abschnitt Gemessene Verfügbarkeit und klicken Sie rechts bei Erfasste Ausfälle auf Ausfall erfassen. Es öffnet sich ein Formular, vorbelegt mit der aktuellen Zeit.
Tragen Sie ein:
- Beginn (1): 12.10.2026, 15:30
- Ausfall dauert noch an (2): eingeschaltet lassen, solange der Service noch nicht wieder läuft
- Ursache (optional) (3): Datenbankserver srv-wawi-db01 nicht erreichbar
Klicken Sie auf Speichern.

Danach erscheint die Meldung „Ausfall gespeichert.“. Der Ausfall steht unter Erfasste Ausfälle mit dem Beginn 12.10.2026, 15:30, dem Zusatz läuft noch und dem roten Hinweis läuft. Ein laufender Ausfall zählt bis jetzt mit, aber nur in der Betriebszeit.
Warum schon während des Ausfalls? Die Zahl stimmt dann jederzeit, auch wenn jemand sie mitten in der Störung abruft. Das Ende tragen Sie nach, sobald der Service wieder läuft.
Beispiel: Am Montag, 12. Oktober, um 15:30 Uhr meldet das Lager, dass die Warenwirtschaft nicht reagiert. Julia Beispiel erfasst den Ausfall sofort.
Schritt 2: Den Ausfall beenden
Läuft der Service wieder, klicken Sie beim Ausfall auf Beenden (1).

Danach erscheint die Meldung „Ausfall als beendet markiert.“. Beim Ausfall steht jetzt die Uhrzeit des Klicks als Ende, im Beispiel von 12.10.2026, 15:30 bis 12.10.2026, 19:22, und der Hinweis läuft ist verschwunden.
Endete der Ausfall früher, tragen Sie das richtige Ende von Hand ein. Klicken Sie dazu beim Ausfall auf das Stiftsymbol. Schalten Sie Ausfall dauert noch an aus und tragen Sie bei Ende die Uhrzeit ein. Mit dem roten Papierkorb löschen Sie einen versehentlich erfassten Ausfall.
Warum ein Ende? Ohne Ende zählt der Ausfall immer weiter, bis jetzt. Erst mit dem Ende steht seine Dauer fest.
Beispiel: Um 19:22 Uhr läuft die Warenwirtschaft wieder, Julia Beispiel klickt auf Beenden.
Schritt 3: Das Ergebnis lesen
Im Abschnitt Gemessene Verfügbarkeit steht oben das Ergebnis (1) für den gewählten Zeitraum. Beim Öffnen ist das der Zeitraum Letzte 30 Tage:
- 99,206 % ist die gemessene Verfügbarkeit, daneben Ziel 99,5 %.
- Ziel verfehlt in Rot heißt: Der Service lag unter dem Ziel. Ziel erreicht in Grün heißt: Er lag darauf oder darüber.
- 1 erfasster Ausfall · 1 Std 30 Min Ausfallzeit nennt die Ausfälle im Zeitraum und den Teil, der in der Betriebszeit lag.
- Messbasis 189 Std ist die Betriebszeit im Zeitraum bis jetzt, ohne Wartung.
- Erlaubte Ausfallzeit im Zeitraum: 56 Min ist, was das Ziel in dieser Messbasis zulässt.
- gemessen bis 12.10.2026, 19:22 steht da, wenn der Zeitraum über jetzt hinausreicht.
Darunter steht der beendete Ausfall (2) mit Beginn, Ende und Ursache.

Der Ausfall dauerte von 15:30 bis 19:22 Uhr, gezählt werden aber nur 1 Std 30 Min: Die Kernzeiten Lager enden um 17 Uhr. Deshalb ändert auch Beenden die Zahl nicht mehr. Ist das Ziel verfehlt, klären Sie die Ursache, etwa mit einer Störung oder einem Problem im Servicedesk, oder sprechen Sie mit dem Dienstleister, der den Service erbringt.
Warum nur in der Betriebszeit? Zählt jede Stunde rund um die Uhr, sieht ein Service, der nachts nicht gebraucht wird, schlechter aus, als er für seine Nutzer ist. Umgekehrt fällt ein Ausfall in der Kernzeit stärker ins Gewicht, weil die Messbasis kleiner ist.
Beispiel: 90 von 11.340 Minuten Messbasis fehlen, die Warenwirtschaft erreicht 99,206 %. 56 Minuten wären erlaubt gewesen.
Schritt 4: Einen anderen Zeitraum wählen
Klicken Sie über dem Ergebnis bei Zeitraum (1) auf die Auswahl und wählen Sie Laufender Monat. Weitere Vorgaben sind Vormonat, Laufendes Quartal und Laufendes Jahr. Einen eigenen Zeitraum tragen Sie bei Von und Bis ein; der letzte Tag zählt vollständig mit.
Danach stehen bei Von 01.10.2026 und bei Bis 31.10.2026, und das Ergebnis ist neu gerechnet: 97,917 %, Ziel verfehlt (2), Messbasis 72 Std, Erlaubte Ausfallzeit im Zeitraum: 21 Min.

Der Oktober hat bis jetzt erst 8 Arbeitstage, also 72 Stunden Messbasis. Derselbe Ausfall von 90 Minuten senkt die Verfügbarkeit deshalb stärker als in den letzten 30 Tagen.
Die Angabe 0 Min Wartung in der Betriebszeit (1 Fenster) heißt: Im Monat liegt ein Wartungsfenster, das Datenbank-Update am 15.10.2026. Es liegt noch nach dem Messende und zählt erst, wenn seine Zeit erreicht ist.
Warum verschiedene Zeiträume? Vereinbarungen nennen meist einen Monat oder ein Quartal. Der laufende Monat zeigt früh, ob das Ziel am Monatsende noch zu halten ist.
Beispiel: Bis Monatsende kommen noch 14 Arbeitstage dazu. Bleibt die Warenwirtschaft ohne weiteren Ausfall, liegt sie Ende Oktober bei 99,239 %: 90 von 11.820 Minuten, die Stunde Wartung am 15. Oktober schon abgezogen. Erlaubt wären 59 Minuten, das Monatsziel ist also bereits verfehlt.
Nächster Schritt
Vergleichen Sie alle Services auf einen Blick und exportieren Sie das Ergebnis: Verfügbarkeit aller Services prüfen und exportieren.
Wenn etwas nicht klappt
- „Das Ende muss nach dem Beginn liegen.“ Beim Bearbeiten liegt Ende vor oder gleich Beginn. Korrigieren Sie eine der beiden Zeiten.
- „Speichern fehlgeschlagen.“ Die Verbindung zum Server war unterbrochen. Laden Sie die Seite neu und erfassen Sie den Ausfall erneut.
- „Im Zeitraum liegt keine Betriebszeit. Es gibt nichts zu messen.“ Der Zeitraum enthält nur Zeit außerhalb der Betriebszeit, etwa ein Wochenende oder einen Feiertag. Wählen Sie einen längeren Zeitraum.
- „Der Zeitraum hat noch nicht begonnen. Es gibt noch nichts zu messen.“ Von liegt in der Zukunft. Wählen Sie einen Zeitraum, der heute oder früher beginnt.
- „Nicht messbar: Wartungsfenster decken die gesamte Betriebszeit im Zeitraum ab.“ Im ganzen Zeitraum war Wartung. Wählen Sie einen längeren Zeitraum.
- „Bitte wählen Sie einen gültigen Zeitraum: Das Ende darf nicht vor dem Beginn liegen.“ Bis liegt vor Von, oder ein Datum fehlt. Korrigieren Sie die Felder.
- „Der Berichtszeitraum darf höchstens 3660 Tage umfassen.“ Der Zeitraum ist länger als etwa zehn Jahre. Wählen Sie ein späteres Von.
- Ausfall erfassen und Beenden fehlen. Ihnen fehlt das Recht, Vorgänge im Servicedesk zu bearbeiten.
- Ein Ausfall in der Nacht senkt die Zahl nicht. Das ist richtig, wenn die Nacht außerhalb der Betriebszeit liegt. Soll rund um die Uhr gemessen werden, wählen Sie als Betriebszeit Rund um die Uhr (24/7).