Anleitung
Anpassungen und technische Schulden: was vom Auslieferungszustand abweicht
Die Übersicht Anpassungen trennt Standardkonfiguration, konfigurative Erweiterung und individuellen Code, zeigt je Zusatzmodul die Upgrade-Relevanz und schätzt die technischen Schulden ein.
4 min Lesezeit · Oktober 2026
Prüferinnen und Prüfer fragen oft: Was haben Sie an der Software verändert, und was davon kann bei einem Update Ärger machen? Die Übersicht Anpassungen beantwortet das auf einer Seite. Sie trennt drei Schichten: den unveränderten Standard, Ihre Erweiterungen über die Einstellungen und individuellen Programmcode. Dazu schätzt sie ein, wie viel technische Schuld sich angesammelt hat.
Am Ende können Sie für eine Prüfung belegen, wie weit Ihr knooing vom Auslieferungszustand abweicht. Sie müssen dafür nichts anlegen: knooing zählt selbst.
Julia Beispiel verantwortet bei der Beispiel GmbH die Plattform. Für den jährlichen Bericht an die Revision liest sie die Übersicht.
Das brauchen Sie
- Das sensible Recht Audit-Log einsehen. Ohne dieses Recht fehlt der Menüpunkt.
Die wichtigsten Begriffe
- Standardkonfiguration: der unveränderte Auslieferungszustand, also Standard-Klassenmodell, Standardfelder und Standardrollen.
- Konfigurative Erweiterung: alles, was Ihr Unternehmen über die Einstellungen ergänzt hat: eigene CMDB-Felder, aktive Zusatzmodule, eigene Anwendungs-Tags und eigene Capabilities.
- Individueller Custom Code: eigener Programmcode eines Kunden. knooing führt keinen solchen Code aus, diese Schicht bleibt deshalb immer leer.
- Upgrade-Einstufung: je Zusatzmodul, ob es tief in die Kerndaten eingreift. Kern-Upgrade-Pfad: Bei Updates besonders prüfen. Isoliert: unabhängig vom Kern. Nicht eingestuft: noch ohne Einschätzung.
- Technische Schulden: eine grobe Einschätzung Niedrig, Mittel oder Hoch aus den vier Zählern. Je Zähler gibt es 0 bis 2 Punkte, bei 0 bis 2 Punkten insgesamt Niedrig, bei 3 bis 5 Mittel, darüber Hoch.
In den Bildern markieren Zahlen, wo Sie klicken. (i) markiert, wo Sie etwas ablesen.
Schritt 1: Die Übersicht öffnen
Klicken Sie in der Seitenleiste unten auf Einstellungen. Wählen Sie links den Bereich Sicherheit & Compliance (1) und darin Anpassungen (2).

Danach sehen Sie drei Abschnitte untereinander: Standardkonfiguration, Konfigurative Erweiterung und Individueller Custom Code. Unter Individueller Custom Code steht, dass knooing keinen von Kunden eingebrachten Programmcode ausführt.
Warum drei Schichten? So ist jederzeit klar, was Standard ist und was Ihr Unternehmen selbst verändert hat.
Beispiel: Julia öffnet die Übersicht für den Bericht an die Revision.
Schritt 2: Die konfigurative Erweiterung lesen
Lesen Sie im Abschnitt Konfigurative Erweiterung rechts oben Technische Schulden (i), darunter die vier Zähler (i) und die Liste der aktiven Zusatzmodule mit ihrer Upgrade-Einstufung (i).

Danach wissen Sie, wie weit Ihr knooing vom Standard abweicht:
- Mandantenspezifische CMDB-Felder: eigene Felder in der Konfigurationsverwaltung. Je mehr, desto stärker weicht Ihre Datenstruktur vom Standard ab.
- Aktive Zusatzmodule: jedes erweitert den Funktionsumfang. Sie stehen mit ihrer internen Kennung, zum Beispiel
cmdboderitsm_service_desk. - Mandanteneigene Anwendungs-Tags und Mandanteneigene Capabilities: eigene Einteilungen über den Standardkatalog hinaus.
Prüfen Sie vor einem Update besonders die Zusatzmodule mit Kern-Upgrade-Pfad. Steht Technische Schulden auf Hoch, lohnt es sich, ungenutzte eigene Felder oder Zusatzmodule aufzuräumen.
Warum eine Einschätzung statt nur Zahlen? Vier Zahlen sind schwer zu vergleichen. Die Stufe fasst sie zusammen und zeigt auf einen Blick, ob Handlungsbedarf besteht.
Beispiel: Bei der Beispiel GmbH stehen 28 eigene CMDB-Felder und 21 Zusatzmodule, keine eigenen Tags oder Capabilities. Das ergibt Mittel. Die Zusatzmodule cmdb und itsm_service_desk tragen Kern-Upgrade-Pfad.
Wenn etwas nicht klappt
- Der Menüpunkt Anpassungen fehlt. Ihnen fehlt das Recht Audit-Log einsehen.
- „Die Übersicht ließ sich nicht laden.“ Klicken Sie auf Erneut versuchen. Bleibt die Meldung, wenden Sie sich an Ihre Administration.
- „Keine Zusatzmodule aktiv.“ Ihr Unternehmen nutzt nur den Basisumfang. Die Upgrade-Einstufung entfällt dann.
- Eine Zahl wirkt zu hoch. Die Zähler zählen alle eigenen Felder, Tags und Capabilities, auch nicht mehr genutzte. Räumen Sie in den jeweiligen Einstellungen auf.