Anleitung
Applikationsredundanzen: KI-bewertete Konsolidierungskandidaten
Schritt für Schritt zu App-Redundanzen: Die KI bewertet jedes Applikationspaar einzeln auf echte Ersetzbarkeit, statt nur rohe Capability-Schnittmengen zu zeigen. So findest du belastbare Konsolidierungskandidaten samt Typ, Empfehlung und Amortisation.
4 min read · Juli 2026
Die Ansicht App-Redundanzen ergänzt die klassische Überlappungsmatrix (Capabilities, Tags, Fingerprint) um eine kalibrierte KI-Bewertung: Statt nur die rohe Schnittmenge gemeinsamer Capabilities zu zählen, prüft ein Sprachmodell jedes Kandidatenpaar einzeln und bewertet die tatsächliche Ersetzbarkeit der beiden Anwendungen. In einer Blindprüfung gegen manuelle Einschätzungen erreicht dieser Ansatz eine deutlich höhere Rangkorrelation als die reine Überlappungsmatrix — er trifft also spürbar öfter die Einschätzung, die auch ein Mensch treffen würde.
Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste konkreter Applikationspaare mit Score, Typ, Begründung und Handlungsempfehlung — die direkte Arbeitsliste für Konsolidierungsentscheidungen.
Schritt 1: Zur Ansicht navigieren
In der linken Navigation unter Mein Unternehmen auf Redundanzen klicken. Die Seite hat drei Reiter: Redundanzen (Capability-/Fingerprint-Matrix), App-Redundanzen (dieser Guide) und Service-Redundanzen (Doppelungen auf Service-Ebene). Reiter App-Redundanzen wählen.
Schritt 2: Die Bewertung starten
Beim ersten Aufruf ist die Liste leer: "Für diese Filter gibt es noch keine bewerteten Paare." Auf Jetzt bewerten klicken, um die KI-Bewertung für dein Portfolio zu starten. Wurde bereits einmal bewertet, aktualisierst du über Neu bewerten mit dem aktuellen Datenstand.
Datengrundlage prüfen
Für eine belastbare Bewertung hilft es, vorher Hersteller und Business Capabilities den Applikationen zuzuordnen — ein Hinweisbanner oben auf der Seite zeigt an, wie viele Anwendungen dafür noch offen sind, und verlinkt direkt zur Zuordnung.
Schritt 3: Die vier Kennzahlen lesen
Oberhalb der Tabelle fassen vier Kacheln das Ergebnis zusammen:
- Bewertete Paare: Anzahl der KI-bewerteten Applikationspaare insgesamt.
- Konsolidierungskandidaten: Paare mit Score ≥ 70 — echte Doppelung oder Teilmenge, keine bloße Themen-Überschneidung.
- Betroffene Apps: Anzahl unterschiedlicher Anwendungen, die in mindestens einem Kandidatenpaar vorkommen.
- Einsparpotenzial: Geschätzte Einsparung aus den Kandidatenpaaren — setzt hinterlegte App-Kosten voraus, sonst bleibt die Kachel leer.
Schritt 4: Die Ergebnisliste eingrenzen
Über der Tabelle stehen mehrere Filter zur Verfügung:
- Mindest-Score: Schieberegler, standardmäßig auf 70 — blendet schwächere Kandidaten aus.
- Typ: Doppelung, Teilmenge, Modernisierung oder Überschneidung — die Art der erkannten Beziehung zwischen den beiden Apps.
- Herkunft: schränkt auf eine bestimmte Datenquelle der Bewertung ein.
- Business Capability: filtert auf Paare innerhalb einer bestimmten Capability.
- Suche: nach Applikationsname.
Schritt 5: Ein Paar interpretieren
Jede Zeile der Ergebnistabelle zeigt Applikation A, Applikation B, Typ/Herkunft, Score, Empfehlung und Amortisation. Der Score drückt aus, wie sicher sich die KI bei der Ersetzbarkeit ist; die Empfehlung übersetzt das in eine konkrete Handlungsoption, die Amortisation schätzt, wie schnell sich eine Konsolidierung der beiden Anwendungen finanziell auszahlt. Über Score lässt sich die Tabelle absteigend sortieren, um die stärksten Kandidaten zuerst zu prüfen.
Unterschied zur Ansicht Redundanzen
Die Ansicht Redundanzen vergleicht nach Capabilities, Tags, Funktionen oder Fingerprint — ein transparenter, aber grober Abgleich auf Basis zugeordneter Metadaten. App-Redundanzen geht einen Schritt weiter: Hier bewertet ein Sprachmodell jedes Paar einzeln im Kontext und liefert damit die feinere, aber auch KI-gestützte Einschätzung. Beide Ansichten ergänzen sich — die Matrix für die breite Übersicht, App-Redundanzen für die priorisierte Entscheidungsliste.