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Doppelte Software entdecken: Wie Overlap- und Fingerprint-Matrix in Stunden finden, was Audits monatelang übersehen
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IT-Kosten landen als Sammelposten im Budget — nicht zugeordnet zu Geschäftsbereichen, nicht in Relation zum gelieferten Wert. TBM-Mapping macht aus „IT kostet uns X" ein steuerbares Modell.
In den meisten Unternehmen lautet die Antwort auf die Frage „Was kostet Sie Ihre IT?" mit erstaunlicher Präzision: ein einziger Betrag. „17,4 Millionen Euro." „2,3 Prozent vom Umsatz." „62.000 Euro pro Mitarbeitenden." Was diese Zahl nicht beantwortet, ist die einzige Frage, die für Steuerung wirklich relevant ist: Wofür?
Wofür gibt der Vertrieb 4,2 Millionen Euro IT-Budget aus, der Einkauf 800.000 Euro und die Produktion 6,1 Millionen? Welche dieser Kosten sind „Run the Business" — also notwendig, um den Laden am Laufen zu halten — und welche sind „Change the Business" — also Investitionen in Wachstum oder Effizienz? Welche Kosten skalieren mit der Mitarbeiterzahl, welche mit dem Umsatz, welche sind fix?
Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, ist jede IT-Budget-Diskussion eine Diskussion über eine einzige Zahl — und damit eine Diskussion ohne Inhalt.
IT-Kosten verteilen sich heute über mindestens vier Datenquellen, die selten dieselbe Sprache sprechen:
Jede dieser Quellen hat ihre eigene Logik. Der Versuch, sie in einer Excel-Datei zu konsolidieren, scheitert nicht an der Excel-Tabelle, sondern an einem fehlenden gemeinsamen Modell, das diese Welten verbindet.
Genau dafür gibt es TBM.
TBM steht für Technology Business Management. Der Begriff klingt nach Beratungsslang, das Konzept dahinter ist allerdings handfest: TBM definiert ein standardisiertes Modell, das IT-Kosten in mehreren Ebenen kategorisiert — von den eingekauften Ressourcen (Compute, Storage, Network, Lizenzen) über die internen Services (Workplace, Application Hosting, Data Platform) bis hin zu den Business Capabilities und den Geschäftsbereichen, die diese Services nutzen.
Der Wert von TBM liegt nicht im Modell selbst, sondern in den Fragen, die es beantwortbar macht:
TBM ist kein neues Tool und keine neue Software. Es ist ein gemeinsames Vokabular zwischen IT, Finance und den Fachbereichen.
Die schwierigste — und am häufigsten unterschätzte — Phase einer TBM-Einführung ist das Mapping: Jede einzelne Kostenposition aus ERP, Cloud-Bills und Lizenzsystemen muss einer TBM-Kategorie und letztlich einem Geschäftsbereich zugeordnet werden.
Manuell ist das ein Job für ein zehnköpfiges Team über drei bis sechs Monate. Und am Ende ist das Mapping bereits veraltet, weil zwischenzeitlich neue Verträge dazugekommen, alte abgelaufen und Cloud-Konten umstrukturiert worden sind.
Was diesen Schritt überhaupt erst handhabbar macht, ist Automatisierung an zwei Stellen:
Ein einmal gerechnetes TBM-Modell ist ein Bericht. Ein laufend aktualisiertes TBM-Modell ist ein Steuerungsinstrument. Der Unterschied liegt in vier Eigenschaften, die ein TBM-Modell erfüllen muss, um operativ wirksam zu werden:
Häufiges Missverständnis
TBM ist kein Werkzeug, um „die IT teurer aussehen zu lassen" oder einzelne Geschäftsbereiche mit hohen IT-Kosten anzuprangern. Es ist umgekehrt: TBM macht sichtbar, wo die IT bereits jetzt überproportional viel Wert liefert — und wo ein höherer Einsatz strategisch sinnvoll wäre.
Aus realen TBM-Projekten in mittelgroßen Unternehmen tauchen immer wieder dieselben Muster auf:
Die wichtigste Veränderung, die ein funktionierendes TBM-Modell auslöst, ist keine technische, sondern eine kulturelle. Wenn jeder Geschäftsbereich seine echten IT-Kosten kennt — inklusive Shared Services und Lizenzen — verschwindet ein großer Teil der unproduktiven Debatten über IT-Budgets.
An ihre Stelle treten zwei Diskussionen, die wesentlich produktiver sind:
Beides ist nicht durch ein Tool zu erreichen. Aber ohne ein Modell, das die Datenflut aus ERP, Cloud und Lizenzsystemen in eine gemeinsame Sprache übersetzt, sind beide Diskussionen schlicht nicht führbar.
Das erste Mal, dass mir unsere CIO in einem Budgetgespräch nicht erklären musste, warum sie das Budget braucht — sondern gemeinsam mit den Bereichsleitern wofür. Das hat unsere ganze Budget-Diskussion verändert.
— CFO, deutscher Mittelständler, 2.400 Mitarbeitende
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